Wie ist das mit der Anpassung zwischen Transceiver und ‚Hühnerleiter’?
  

Es gibt verschiedene qualitativ unterschiedliche Systeme.  

Zwei der am häufigsten zu verwendeten Systeme sind:

Der normale asymmetrische Tuner mit Balun 1:4 am Ausgang

Für jeden OM, der Wert auf einen guten Wirkungsgrad und eine perfekte Anpassung legt, ist das nicht zu empfehlen!

Warum? Wenn der Balun richtig arbeiten soll, soll er eingangsseitig 50 Ohm vorfinden und ausgangsseitig 200 Ohm. Leider ist es aber nur in den seltensten Fällen auf diese Weise ideal!

Die ‚Hühnerleiter’ bietet dem Tuner – je nach Frequenz – ein ganzes Sortiment von teilweise erheblich höheren oder auch niedrigeren Impedanzen an. Das führt dazu, dass der Balun damit nicht richtig arbeiten kann und es dadurch teilweise zu erheblichen Verlusten oder sogar Abstimmversagen kommt, was zu einer Erwärmung oder sogar zu einer Überhitzung des Baluns führt. Die teuer erzeugte HF würde zum Teil in Wärme umgesetzt und fehlt dafür in der Antenne. Außerdem kann es zu Gleichtaktwellen auf der ‚Hühnerleiter’ kommen… TVI und BCI sind damit vorprogrammiert!

Der symmetrische Tuner

Der symmetrische Tuner arbeitet heute fast immer mit einem EINGANGS-BALUN 1:1 und einer entsprechend geschalteten Gruppe von Induktivitäten, zum Beispiel Schaltspulen, Rollspulen und Kapazitäten (z.B. Drehkos oder Festkondensatoren) und produziert dadurch die für die ‚Hühnerleiter’ richtige GEGENPHASIGKEIT der HF am Ausgang des Tuners. Das bedeutet, dass sich die HF-Spannungen auf den 2 Leitern gegenseitig aufheben und es nur zu einer minimalen Strahlung von der ‚Hühnerleiter’ selbst kommt.

 

Zum Beispiel:

  1. Doppel-L-Glied mit Eingangs-Balun: einfach und preisgünstig
  2. Doppel-Hochpass-T-Glied mit Eingangs-Balun: sehr weiter Anpassungsbereich
  3. Doppel-Collins-Filter mit Eingangs-Balun: weiter Anpassungsbereich

 

Zusammengefasst:

Nur der symmetrische Anpasstuner erzeugt die für die Hühnerleiter erforderliche Gegenphasigkeit auf allen Bändern, bei minimaler Nebenstrahlung.

Siehe dazu auch "Rothammel 12. Auflage, Kap.8, Seite 166!

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