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FAQ - Nachgefragt

Diese Werte gelten nur für den Gebrauch als WANDERWELLEN-SPEISELEITUNG, sinngemäß wie die 50 Ohm eines Koaxkabels. Als STEHWELLEN-SPEISELEITUNG ist die Hühnerleiter in Kombination mit einem SYMMETRISCHEN ANTENNENANPASSGERÄT dazu geeignet, mit nur einer Dipolantenne auf allen Bändern mit einem SWR von 1:1,0 zu arbeiten! Dazu ist erforderlich, hier einen symmetrischen Tuner zu verwenden, um die gegenphasige HF-Spannung entlang der Hühnerleiter zu erreichen.

Das ist von Bedeutung für den Betrieb als Wanderwellen-Speiseleitung, weil in diesem Fall der Abstand zwischen den Drähten entscheidend für die Impedanz ist: wichtig für Monoband-Antennen!

Bei Stehwellen-Speiseleitungen haben diese typischen Impedanzen keine Bedeutung. Andere Gründe für verschieden lange Spreizer sind zum Beispiel:

  1. In salzhaltiger Luft entlang der Meeresküste ist der längere Spreizer besser, weil die Verluste durch Salzablagerungen geringer sind.

  2. Für die QRO-Freunde ist auch der längere Spreizer deshalb zu empfehlen, weil hier die HF-Spannungen sehr hoch werden können, und damit der Drahtabstand höher sein sollte.

  3. Nebenstrahlung und Nebenempfang durch die Hühnerleiter selbst hängt vom Drahtabstand ab! Zum Beispiel bei vorzugsweise Betrieb auf 6M bis 15M ist der Spreizer SP-50 die richtige Wahl. Für alle anderen Bänder sind die Spreizer SP-120, SP-150 und SP-200 ok!

  4. Für Freunde des 4-Leiter-Speisesystems sind unsere Spreizer SP-150 und SP-200 speziell vorbereitet.


Im Sprachgebrauch der Funkamateure ist das nichts anderes, als ein anderes Wort für Lecherleitung. Es war Prof. Lecher, der vor langer Zeit das Prinzip dieser Parallel-Doppeldrähte bei seinen Untersuchungen entwickelte. Übersetzt sagen die Franzosen ‚Froschleiter’ dazu und die englischsprachigen OM’s nennen sie ‚Leiterkabel’, und so sieht sie auch aus, die ‚Hühnerleiter’!

Im Prinzip arbeitet die Hühnerleiter zusammen mit dem symmetrischen Tuner als STEHWELLEN-SPEISELEITUNG. Das bedeutet, dass dieser Stehwellen-Zustand, den man bei Koaxkabeln der Verluste wegen möglichst vermeidet, hier erwünscht ist!

WARUM? Die Isolation der Koaxkabel – meist Polyäthylen – wird beim Transport der HF zur Antenne von den Feldlinien durchsetzt und setzt einen kleinen Teil der Energie in Wärme um. Dies aber hängt von der Frequenz ab, so dass mit steigender MHz-Zahl diese Verluste ansteigen. Dazu muss man aber zusätzliche Verluste addieren, die bei schlechten SWR-Zahlen auftreten. Hierzu gibt es Tabellen in der Amateurfunk-Literatur (siehe Rothhammel 12.Auflage, Seite 117), die genaueres darüber aussagen! Die ungünstigen SWR-Werte werden immer bei Koax-Gespeisten resonanten Antennen abhängig von der Frequenz auftreten und der Eindruck, dass man dann mit einem Anpassgerät alles in Ordnung gebracht hätte, wenn SWR 1:1 angezeigt wird, ist irrig. Man hat nur das Kabel am unteren Ende an den 50-Ohm-Senderausgang angepasst, das ungünstige SWR des Kabels wird nicht korrigiert!

Die ‚Hühnerleiter’ ist verlustlos luftisoliert und verwendet die STEHWELLE als Arbeitsprinzip!

Klar, dass Koaxkabel ok sind, aber man kann mit der Hühnerleiter-Speisung von Antennen einiges besser machen!

Zum Beispiel:  

  • die Verringerung von TVI und BCI
  • eine Dipolantenne kann als Multiband-Antenne mit SWR 1:1,0 betrieben werden, wenn dazu das erforderliche symmetrische Anpassgerät (Tuner) verwendet wird
  • je nach Auslegung ganz wesentlich leichter im Vergleich zu einem Koaxkabel

Es gibt verschiedene qualitativ unterschiedliche Systeme.  

Zwei der am häufigsten zu verwendeten Systeme sind:

Der normale asymmetrische Tuner mit Balun 1:4 am Ausgang

Für jeden OM, der Wert auf einen guten Wirkungsgrad und eine perfekte Anpassung legt, ist das nicht zu empfehlen!

Warum? Wenn der Balun richtig arbeiten soll, soll er eingangsseitig 50 Ohm vorfinden und ausgangsseitig 200 Ohm. Leider ist es aber nur in den seltensten Fällen auf diese Weise ideal!

Die ‚Hühnerleiter’ bietet dem Tuner – je nach Frequenz – ein ganzes Sortiment von teilweise erheblich höheren oder auch niedrigeren Impedanzen an. Das führt dazu, dass der Balun damit nicht richtig arbeiten kann und es dadurch teilweise zu erheblichen Verlusten oder sogar Abstimmversagen kommt, was zu einer Erwärmung oder sogar zu einer Überhitzung des Baluns führt. Die teuer erzeugte HF würde zum Teil in Wärme umgesetzt und fehlt dafür in der Antenne. Außerdem kann es zu Gleichtaktwellen auf der ‚Hühnerleiter’ kommen… TVI und BCI sind damit vorprogrammiert!

Der symmetrische Tuner

Der symmetrische Tuner arbeitet heute fast immer mit einem EINGANGS-BALUN 1:1 und einer entsprechend geschalteten Gruppe von Induktivitäten, zum Beispiel Schaltspulen, Rollspulen und Kapazitäten (z.B. Drehkos oder Festkondensatoren) und produziert dadurch die für die ‚Hühnerleiter’ richtige GEGENPHASIGKEIT der HF am Ausgang des Tuners. Das bedeutet, dass sich die HF-Spannungen auf den 2 Leitern gegenseitig aufheben und es nur zu einer minimalen Strahlung von der ‚Hühnerleiter’ selbst kommt.

 

Zum Beispiel:

  1. Doppel-L-Glied mit Eingangs-Balun: einfach und preisgünstig
  2. Doppel-Hochpass-T-Glied mit Eingangs-Balun: sehr weiter Anpassungsbereich
  3. Doppel-Collins-Filter mit Eingangs-Balun: weiter Anpassungsbereich

 

Zusammengefasst:

Nur der symmetrische Anpasstuner erzeugt die für die Hühnerleiter erforderliche Gegenphasigkeit auf allen Bändern, bei minimaler Nebenstrahlung.

Siehe dazu auch "Rothammel 12. Auflage, Kap.8, Seite 166!

Kaum anders, als mit einem Koaxkabel! Selbst bei Fensterrahmen ist dies kein Problem.

[ Das geht sogar durch einen Fensterrahmen ...man nehme:]

1) Bei Leistungen bis 250 Watt:

  • Zwei genau gleich lange Koax RG58-U vorbereiten. Die Länge hängt von der Entfernung zwischen Ende der Hühnerleiter und dem Ausgang der Tuner-Anschlüsse ab! So kurz bemessen, wie esgeht!
  • Beide Kabel parallel nebeneinader legen.
  • Zwei 7mm-Löcher dicht nebeneinander durch den Fensterrahmen bohren. Die beiden Kabel durch die Bohrung hindurchstecken und bis zum Ende der zwei Hühnerleiterdrähten führen. Nur die zwei Seelen der RG58-U mit der Hühnerleiter verbinden, die Abschirmung zurückschneiden und alls gegen eindringen von Feuchtigkeit abdichten!!!
  • Nunmehr die beiden RG58-U aussen und innen mit Klebeband parallel fixieren!
  • Die Abschirmungen der zwei R58-U am anderen Ende miteinander und gleichzeitig mit dem Erdanschluss des Tuners verbinden! Die beiden Kabelseelen mit den Tunerausgangs-Buchsen verbinden.

Beispielbild – Platzhalter einfügen

2) Bei höheren Leistungen als 250 Watt:

Sinngemäß genauso , aber mit stärkeren Koax wie RG213-U oder teflonisolierten Kabel, die sind dünner.

Durch eine Mauer zu gehen heißt nicht große Bohrungen zu verwenden, sondern hier genügt eine Bohrung von 20mm Durchmesser für RG58-U, und es ist sogar möglich, ein drittes Koax z. B. für einen Beam parallel zu den beiden anderen zu legen, ohne dass dadurch Nachteile entstehen.


Es reicht eine 1,5 qmm Litze, es muss keine spezielle Antennenlitze sein. Das geht dann für 1 kW und mehr!
Ja! Man könnte hochwissenschaftliche Berechnungen dazu anstellen, aber es käme nichts dabei heraus, was beweisen würde, dass wir Funkamateure mit isolierter Litze schlechter dran wären.
Nein, aber das ist wie immer eine Frage der Ansprüche, die man stellt: Wenn der zum Teil niedrige Preis und die hohe Festigkeit von großer Wichtigkeit sind, kann man damit gut zurechtkommen. Der Ohm'sche Widerstand – deutlich höher als bei gleich starken Kupferlitzen – wird auch Zusatzverluste bringen, aber: das wirkt sich in der Praxis fast nicht aus. Kommerzielle Sender verwenden gern Bronzelitzen, auch die haben höhere Ohm'sche Widerstände! Dagegen sind Aludrähte gut geeignet: sie haben einen nur gering höheren Widerstand, sind sehr leicht, aber etwas steif. Besonderer Vorteil: preiswert, weil in großen Mengen für Elektrozäune in Verwendung! Die Festigkeit des Stahldrahts kombiniert mit der Leitfähigkeit von Kupfer findet man in den sog. STAKU-Drähten, diese sind uneingeschränkt verwendbar!
Ja, weil bei richtig durchgeführter Anpassung der Antennen mit einem symmetrischen Tuner die Hühnerleiter fast nicht strahlt, weil deren Leiter gegenphasige Spannungen und Ströme aufweisen, welche sich gegenseitig aufheben. Ein weiterer Grund liegt in der Speisungs-Symmetrie überhaupt, wobei eine „Abstützung“ der HF gegen Erde nicht auftritt. Bei koaxgespeisten resonanten Antennen kann es zu Mantelwellen auf der Außenseite der Koaxkabel-Schirmung kommen, von dort fließt die HF in die Hausverkabelung und kann somit Radios und Fernseher stören!
Diese Antennenform ist breitbandiger und kann bei Auslegung auf ein bestimmtes Band wesentlich kürzer als der dafür berechnete Dipol werden. Vorteil: nur geringer Anpassbedarf, weil der SWR 1:2 Bereich sehr breit liegt, sie kann bei beschränkten Platzverhältnissen eine sehr gute Lösung sein! Nachteil: Die typische Breitbandigkeit bringt mehr HF an den RX-Eingang, damit kann es zu unerwünschter Kreuzmodulation kommen. Aber: die modernen TRX von heute sind in diesem Punkt ganz wesentlich besser geworden, als noch vor 10 Jahren! Reusen werden von kommerziellen Funkstellen gern verwendet, weil man mit einer Antenne sehr viele Frequenzen abarbeiten kann.
   
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